Wird die UN von der Wirtschaft gekapert?

Der Umweltkongress „Rio+20“ rückt näher. Internationale Organisationen, wie „Friends of the Earth“ und „La Via Campesina“ veröffentlichen jetzt eine Forderung an die Vereinten Nationen, die die Konferenz ausrichten, in der sie bedauern, die UN werde \"von der Wirtschaft gekapert\". Sie beklagen, bei Verhandlungen der UNO werde internationalen Unternehmen zunehmend zu viel Mitspracherecht eingeräumt. So werde zum Beispiel im „Zero Draft“, dem ersten Entwurf der Rio+20-Erklärung, die Rolle der Unternehmen zur Gestaltung einer sogenannten „Green Economy“ betont, die als Lösung der Klima- und Umweltkrise gesehen wird. Die Organisationen sehen internationale Unternehmen allerdings vielmehr als Verursacher von Finanz-, Klima-, Nahrungsmittel- und anderen Krisen in der Verantwortung, aus der sie die Erklärung enthebe. Sie beklagen außerdem die Zusammenarbeit einiger UN-Behörden mit internationalen Unternehmen wie Coca-Cola, Shell und BASF, denen Menschenrechtverletzungen vorgeworfen werden.


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