Meine-Landwirtschaft.de

Die Agrarpolitik der Bundesregierung hat fatale Auswirkungen: In deutschen Tierfabriken werden pro Jahr mehr als eine halbe Milliarde Hähnchen geschlachtet, die in Megaställen mit 50.000 oder mehr Tieren großgezogen werden. Hierzulande verfügen drei Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe über die Hälfte der Agrarfläche und Megakonzerne wie Bayer und Monsanto wollen noch mehr Kontrolle über unsere Äcker und Teller. Kurz vor der Bundestagswahl legen wir mit der "Wir haben es satt!"-Aktionstour an drei agrarpolitischen Brennpunkten den Finger in die Wunde der Agrarindustrie. Die nächste Regierung muss die Agrar- und Ernährungswende offensiv angehen!

Wir haben es satt!-Aktionstour vor der Bundestagswahl: 6.-9. September 2017
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Mit 300 Personen haben wir am 28. April vor der Bayer-Hauptversammlung in Bonn gegen die geplante Übernahme von Monsanto demonstriert. Die Fusion von Bayer und Monsanto bedroht die bäuerliche Landwirtschaft - in Europa ebenso wie im globalen Süden. Denn Bayer-Monsanto könnte künftig fast im Alleingang bestimmen, was Bäuerinnen und Bauern pflanzen und was wir essen. Mit einem historischen Kartoffeldämpfer, in dem wir symbolisch Patentscheine und Übernahme-Verträge verbrannt haben, haben wir den eintreffenden Bayer-AktionärInnen unser Nein zu Bayer-Monsanto gezeigt.

Pressemitteilung "Bayer-Monsanto bedroht bäuerliche Landwirtschaft"

Am 21. Januar haben wir zum siebten Mal für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel in Berlin demonstriert. Es war eine bunte und kraftvolle Demonstration. Angeführt von 130 Traktoren zogen 18.000 Menschen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Unsere Botschaften im Wahljahr: Bauernhöfe statt Agrarindustrie, gesundes Essen und artgerechte Tierhaltung sowie Demokratie statt Konzernmacht! Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!

Fotos | Video | Pressespiegel | Spenden | Aufruf und Forderungen im Wahljahr

20.06.2017 |

Bundesamt für Naturschutz fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik

Rebhühner

In seinem heute veröffentlichten Agrarreport fordert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ein Umdenken in der Agrarförderung. Das Bundesamt bilanzierte: Die Lage sei in allen Bereichen der Agrarlandschaft „alarmierend“. BfN-Präsidentin Beate Jessel forderte daher: "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. Angesichts dessen verlangen Umwelt- und Naturschutzverbände eine rasche Umsetzung der Agrarwende. [+] mehr...

12.06.2017 |

Trinkwasser bald bis zu 45 Prozent teurer: Verschärfung des Düngerechts gefordert

Wasser

Trinkwasser könnte laut einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) in einigen Regionen Deutschlands künftig um bis zu 45 Prozent teurer werden. Ursache dafür sind die steigenden Kosten für die Aufbereitung des Wassers, weil die Landwirtschaft mit zu viel Nitrat aus Gülle und Mineraldünger das Grundwasser verschmutzt. Schon im Januar hatten die Wasserwerke vor Preissteigerungen von bis zu 62 Prozent gewarnt. Umweltverbände fordern daher, das Düngerechts müsse verschärft werden. Zudem dürfe die Aufbereitung nicht den VerbraucherInnen in Rechnung gestellt werden. [+] mehr...

07.06.2017 |

Vor dem Patentamt: Freibier-Protest gegen Patente auf Gerste

Freibier gegen Patente in München

Ein traditionelles Bierfuhrwerk mit sechs Brauereipferden fuhr heute Morgen beim Europäischen Patentamt (EPA) in München vor. AktivistInnen schenkten vor Ort alkholfreies Ökobier kostenlos an die rund 100 Anwesenden aus. Das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut!“ hatte diesen ungewöhnlichen Protest initiiert, bei dem ein Einspruch gegen Patente von Carlsberg und Heineken auf Braugerste an das Patentamt übergeben wurde. Rund 40 Organisationen, darunter Umweltorganisationen, kirchliche Vereinigungen und landwirtschaftliche Verbände, hatten den Einspruch gemeinsam vorbereitet. [+] mehr...

02.06.2017 |

Neuer Kinofilm „Code of Survival“: Auf der Suche nach zukunftsfähiger Landwirtschaft

Filmplakat Code of Survival

Die Geschichte vom Ende der Gentechnik erzählt der gestern in deutschen Kinos angelaufene Dokumentarfilm „Code of Survival“. In seinem neuesten Werk zeigt Filmemacher Bertram Verhaag („Der Bauer und sein Prinz“, „Gekaufte Wahrheit“) zwei Seiten der Landwirtschaft: Anbau unter Einsatz von Gentechnik und Pestiziden auf der einen Seite und ökologischer, nachhaltiger Umgang mit dem Boden auf der anderen. Das leidenschaftliche Plädoyer für eine ressourcenschonende Landwirtschaft ist ein weiterer Beitrag in der Reihe von spannenden Dokumentarfilmen, die sich in den letzten Jahren mit Essen, Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt haben. [+] mehr...

31.05.2017 |

Gegen Patente und Fusionen: Agrarpolitische Resolutionen auf dem Kirchentag

Baysanto-Protest

Auch in der Kirche werden agrarpolitische Fragen immer wichtiger. Auf dem diesjährigen Kirchentag wurden zwei Resolutionen zu drängenden landwirtschaftlichen Themen verabschiedet, die Trägerorganisationen der Kampagne Meine Landwirtschaft eingebracht hatten. In der ersten Resolution wird gefordert, Patente auf Pflanzen und Tiere zu verbieten. Die zweite richtet sich gegen die Megafusionen im Agrarsektor. Beide Dokumente erhielten die Unterstützung von mehr als 500 TeilnehmerInnen und gelten daher nun als offizielle Resolutionen des 36. Kirchentags, der am vergangenen Sonntag in Berlin zu Ende ging. [+] mehr...