Meine-Landwirtschaft.de

Anlässlich der Bayer-Hauptversammlung in Bonn rufen zahlreiche Organisationen zum Protest gegen die geplante Übernahme von Monsanto und das Geschäftsgebahren des Chemie- und Pharmariesen auf. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto bedrohen nicht nur die bäuerliche Landwirtschaft und unsere Ernährungsgrundlagen, sondern auch Demokratie und Frieden, Menschenrechte, Biodiversität sowie die soziale Sicherheit und Gesundheit der Menschen. Durch die Fusion würden die existierenden gravierenden politischen, ökologischen und sozialen Probleme zusätzlich verschärft werden. Da schauen wir nicht tatenlos zu!

Kundgebung: 28. April 2017 | 7 bis 10 Uhr | World Conference Center Bonn (Platz der Vereinten Nationen)
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Zusammen mit rund 200 Organisationen aus ganz Europa haben wir die EU-Kommission in einem offenen Brief aufgefordert, die geplanten Großfusionen im Agrarbereich zu unterbinden. Die unterzeichnenden Organisationen fordern in dem Schreiben vom 27. März gemeinsam, die Europäische Kommission muss "dringend wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Landwirtschaft in der Europäischen Union ökologisch nachhaltiger, sozial gerechter und damit weniger abhängig von der Agenda des Agribusiness zu gestalten." Offenen Brief lesen

Am 21. Januar haben wir zum siebten Mal für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und fairen Handel in Berlin demonstriert. Es war eine bunte und kraftvolle Demonstration. Angeführt von 130 Traktoren zogen 18.000 Menschen vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Unsere Botschaften im Wahljahr: Bauernhöfe statt Agrarindustrie, gesundes Essen und artgerechte Tierhaltung sowie Demokratie statt Konzernmacht! Herzlichen Dank an alle, die dabei waren!

Fotos | Video | Pressespiegel | Spenden | Aufruf und Forderungen im Wahljahr

24.04.2017 |

Wenige Tage vor der Aktionärsversammlung: Entwicklungspolitische Organisationen warnen vor Megafusion von Bayer mit Monsanto

Eisberg

Vor der Bayer-Hauptversammlung am Freitag in Bonn warnen Brot für die Welt, Misereor und Inkota vor den Folgen der Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer. Vor allem Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern würden unter Preissteigerungen, begrenzter Auswahl bei Saatgut und Pestiziden sowie Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Agrarchemikalien leiden. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft müsse, so die Forderung der entwicklungspolitischen Organisationen, deshalb endlich als Erfolgsmodell für die Welternährung anerkannt und stärker gefördert werden. Kleinbauern erzeugen heute 80 Prozent der Lebensmittel weltweit. [+] mehr...

18.04.2017 |

Zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstands: Rechte von Bäuerinnen und Bauern stärken

peasants rights

Anlässlich des internationalen Tags des kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April forderten mehrere Organisationen bessere Rechte für Kleinbäuerinnen und -bauern. In einem breiten Bündnis appellierten die Menschenrechtsorganisation FIAN, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen an die EU, die Bundesregierung sowie die weiteren Mitgliedsstaaten, die Erarbeitung der geplanten UN-Erklärung zu Kleinbauernrechten konstruktiv zu unterstützen. Zugleich verwiesen sie auf eine kürzlich gestartete Petition, mit der den Forderungen Nachdruck verliehen werden soll (Link unten). [+] mehr...

28.03.2017 |

Bauern und Zivilgesellschaft gemeinsam für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

Übergabe der Forderungen des Agrarbündnisses Niedersachsen an Landwirtschaftsminister Meyer (Foto: Agrarbündnis Niedersachsen)

Das Agrarbündnis Niedersachsen fordert eine gesellschaftlich akzeptierte Agrarpolitik, bei der viele Bäuerinnen und Bauern wirtschaftliche Perspektiven sehen und berechtigte Forderungen der Zivilgesellschaft an die Lebensmittelerzeugung umgesetzt werden. Nur so seien eine umweltschonende und sozial gerechte Landwirtschaft und eine artgerechte Nutztierhaltung möglich. [+] mehr...

08.03.2017 |

Kleinbauern aus aller Welt tagen in Schwäbisch Hall für eine Charta of Peasants‘ Rights

Internationale Kleinbauern informieren über die Situation im  ländlichen Raum. (Foto: Hannes Jung/ Global Peasats´ Rights Congress)

Die bäuerliche Landwirtschaft ernährt den Großteil der Menschheit. Dennoch wird sie immer mehr von der Food- und Agrarindustrie verdrängt. Nun treffen sich auf Einladung der Stiftung Haus der Bauern, Schwäbisch Hall/Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall Bauernvertreter aus der ganzen Welt, um mit Politikern, Entwicklungshelfern und Menschenrechtlern den Weg für einen stärkeren rechtlichen Schutz für Kleinbauern zu ebnen. [+] mehr...

06.03.2017 |

Neonicotinoide: Bericht zu den Verfahren am Europäischen Gericht

Biene

In insgesamt drei Prozessen vom 15.02. bis zum 17.02.2017 hat die Kanzlei [GGSC] die Interessen der Bienen gegen die der Pestizidwirtschaft vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) vertreten. Bayer, Syngenta und BASF hatten die Kommission wegen des Verbots der Saatgutbehandlung mit verschiedenen Pestizidwirkstoffen (Neonicotinoiden, Fipronil) verklagt. Die Kommission hatte die ursprünglich erteilte Genehmigung dieser Wirkstoffe teilweise zurückgekommen, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass Bienen durch die toxische Wirkung dieser Pestizidwirkstoffe geschwächt werden und gegebenensfalls verenden. [+] mehr...